Ich muss zugeben: Ich habe die Tendenz zur Aufschieberitis. Kennst ihr das? Man sollte eigentlich unbedingt etwas erledigen, aber kann sich nicht dazu aufraffen. Ich denke, das hängt einerseits mit der Motivation zusammen und andererseits auch mit Produktivität. Wenn ich nämlich gut organisiert und ein paar Methoden der Produktivitätssteigerung eingerichtet habe, dann habe ich weniger Mühe mit der Aufschieberitis. Deshalb gebe ich euch hier meine liebsten Tipps zur Produktivität:
- Planen: Jeden Morgen versuche ich kurz zu planen, was heute ansteht und was ich erledigen will. Wo sind meine Prioritäten für heute? Das gibt mir eine Karte des Tages und ich weiss, wohin ich will. Wichtig: Unbedingt notieren! Erstens vergesse ich dann meine Prioritäten nicht und zweitens habe ich sie immer vor den Augen und kann mich darauf fokussieren.
- Internet: Tja, wer so begeistert ist vom Internet wie ich und noch dazu ein paar Feeds liest, muss sich die Zeit fürs Internet sehr gut einteilen. Ich belohne mich mit 10 Minuten surfen, wenn ich etwas erreicht habe, was ich vorher definiert habe, oder wenn ich eine Aufgabe erledigt habe.
- EMail: Lasst euch nicht von Mails terrorisieren! Es gibt vermutlich bei den meisten von euch nur ganz wenige Mails, die man sofort und unmittelbar lesen und beantworten muss. Sie lenken nur von der aktuellen Aufgabe ab, stehlen Zeit und Energie. Deshalb: Mailbenachrichtigung ausschalten.
- Ein grosser Zeitgewinn war für mich, Dokumente oder Mails oder was auch immer nur einmal in die Hand zu nehmen. Wie oft habe ich früher eine Mail durchgelesen… Die Informationen blieben aber immer dieselben. Jetzt nehme ich sie und entscheide direkt, was mit ihr geschehen soll.
- Rhythmus: Neuerdings steht bei mir auf dem Tisch eine schöne Sanduhr (analog!!!), welche genau 30 Minuten anzeigt. Das sieht nicht nur gut aus, sondern gibt mir auch das Zeichen, eine kurze Pause (2-5 Minuten) einzulegen. Ihr findet 30 Minuten zu kurz? Ich nicht. Meistens überschätzt man sich und vergisst die Pausen. Das ist fatal: So kann man nicht einen ganzen Arbeitstag auf 100% laufen. Ausserdem: Betankt ihr euer Auto auch erst, wenn es überhaupt kein Benzin mehr hat?
- Schlaf: Bei mir ist es am Wichtigsten, dass ich genug Schlaf bekomme. Das ist leider nicht immer so. Dann spüre ich richtig, wie ich ohne Kraft und Energie bin.
- Ernährung: Ein voller Bauch studiert ja nicht gern. Aber auch ein verfetteter nicht. :-) Ernährung ist nicht nur lebensnotwendig, sondern kann einem genug Power für die Kopfarbeit geben. Ich bin kein Experte, aber es scheint Lebensmittel zu geben, welche gut für den Kopf sind wie z.B. Nüsse, Vollkornprodukte usw. Wer sich dafür interessiert, wird sicher fündig.
- Bewegung: Ich weiss: Wer eh schon Sport treibt, wird jetzt nicken, und wer keinen Sport macht, wird abwinken. Aber es gibt auch einfache Wege, sich zu bewegen: Auf den Lift verzichten. Mal zur Arbeit gehen (wenn möglich), statt zu fahren. Eine oder zwei Haltestellen früher aus dem Bus steigen. Mit dem Rad fahren. Usw. Wenn man will, bekommt man genug Bewegung, ohne Sport treiben zu müssen.
- Rückblick: Ein Mal pro Woche mache ich einen Rückblick. Ich sortiere meine Notizen, überprüfe meine ToDo-Listen und meinen Kalender. Ich leere das letzte Mal meine Inbox und ich kippe meine Tasche um zu sehen, was sich angesammelt hat. Wenn man plant, ist es unbedingt auch notwendig, dass man einen Rückblick hält, wo man überprüft, ob alles so lief wie geplant und wo man sich verbessern kann.
- Have fun: Es fällt mir schwer, mich über längere Zeit zu fokussieren, wenn es zu sehr nach Schweiss und Arbeit riecht. Wenn mir aber etwas Spass macht, bin ich nicht mehr zu bremsen! Bei der Arbeit gibt es aber viele Dinge, die ich einfach tun muss, aber eigentlich keinen Spass machen. Trotzdem kann man seine Einstellung ändern und daraus eine Art Spiel machen. Das ist nicht ganz einfach, aber es geht. Randy Pausch sagt dazu:
“We cannot change the cards we’re dealt, just how we play the hand.”
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