Eines meiner Hobbys ist es, Automatismen zu hinterfragen. Wir tun viele Dinge einfach aus Gewohnheit. Das ist auch gut so. Denn wenn ich mir nämlich jeden Morgen überlegen müsste, weshalb und wie ich jetzt meine Zähne putzen soll, würde ich es wohl öfters weglassen. Gleichzeitig können viele nicht-hinterfragte Gewohnheiten einem bewussten Leben im Weg stehen. Es geht also – wie so oft – um das richtige Mass: Welche Gewohnheiten helfen mir im Leben, welche helfen mir weniger, ohne das ich es bemerke?
Ich habe in den letzten Wochen einen dieser Automatismen unter die Lupe genommen, nämlich Kaffee trinken. Ich habe mir lange überlegt, ob ich diesen Artikel hier schreiben will, weil es auch wieder nur indirekt etwas mit Arbeitsorganisation und Produktivität zu tun hat. Aber die Lektion, die ich während dieses Experimentes gelernt habe, kann vielleicht auch nützlich für Sie sein.

Kaum ein Buch zur Arbeitsorganisation kommt daran vorbei, mindestens ein Kapitel der Ablage zu widmen. Das ist auch gut so, da gerade bei der Ablage sehr viel falsch gemacht wird. Viele Ablagen sind veraltet, unübersichtlich, kompliziert und oft nur von dem zu bedienen, der sie angelegt hat. Gleichzeitig wird eine weitere wichtige Ablage vergessen, nämlich die digitale Ablage. 



