
photo by dullhunk
Wer kennt das nicht: Man versucht, sich persönlich zu verbessern, produktiver und effektiver zu werden, zielorientiert zu arbeiten und das Ende nicht aus dem Blick zu verlieren. Doch plötzlich bleibt man einfach stecken. Lange Zeit war man sehr motiviert und wusste genau, was man will und was einem wichtig ist. Irgendwann legt sich Begeisterung und man muss aufpassen, nicht in den alten Trott zu verfallen. Wisst ihr, wovon ich spreche? Um aus dieser Falle heraus zu kommen, gibt es vier wunderbare Fragen. Diese Fragen sind eine Kombination der Dinge, die man hat oder nicht hat und den Dingen, die man will oder nicht will. Damit ihr überhaupt versteht, von was ich hier spreche, habe ich eine kleine Tabelle gemacht.
| Was habe ich? | Was habe ich nicht? | |
| Was will ich? | 1. Was habe ich und will es auch haben? | 3. Was habe ich nicht, aber möchte es haben? |
| Was will ich nicht? | 2. Was habe ich, aber will es gar nicht(mehr). | 4. Was habe ich nicht und will es auch nicht? |
Die fettgedruckten Fragen sind die entscheidenden. Diese habe nicht ich erfunden, sondern bei Hans-Jürgen Walter in einem seiner genialen Podcasts gehört. Für mehr Informationen zu den Fragen könnt ihr direkt auf die Shownotes des entsprechendes Beitrags klicken.
Diese vier Fragen können dabei helfen, den Faden wieder zu finden, wenn ihr aus den Antworten auch konkrete Schritte ableitet und diese dann umsetzt. Es sind also wieder ein paar Listen nötig.
- Was habe ich und will es auch haben? Hier stehen die wichtigen Dinge drauf, die ihr bereits habt, macht oder besitzt, und die ihr weiterhin haben wollt. Aber das geht – ausser vielleicht bei Gegenständen – nicht ohne Anstrengung. Beispielsweise möchte ich meinen Blog weiterhin pflegen. Dann muss ich aber meine Themensammlung ausbauen und regelmässig schreiben.
- Was habe ich, aber will es gar nicht (mehr)? Bei Gegenständen ist das einfach: Weg damit (Mülltonne, eBay, Flohmarkt,…). Bei anderen Dingen, kann es etwas schwieriger sein. Nehmen wir an, ich habe Streit mit einem Freund. Also nehme ich mir vor, den Streit beizulegen und lade ihn am nächsten Mittwoch auf ein Bier und zu einer Aussprache ein. Oder ich bin mit meinem Job nicht glücklich. Jammern hilft da gar nichts, sondern ich nehme mir vor, nächste Woche mindestens drei Bewerbungen zu schreiben.
- Was habe ich nicht, aber möchte es haben? Das sind meine Wünsche. Bei Gegenständen ist es wiederum einfach: Ich will einen neuen Computer, also überlege ich mir, wie ich den finanzieren kann, was der alles können muss und wo ich den kaufen könnte. Oder sagen wir, ich möchte ein Buch schreiben. Dann muss ich genau planen, über was ich schreiben will, wie ich das Buch aufbauen will und wer mir dabei helfen könnte, einen Verleger zu finden.
- Was habe ich nicht und will es auch nicht? Ein einfaches, aber folgenreiches Beispiel, ist Krankheit: Ich bin nicht krank und möchte es auch nicht werden. Da gibt es nur eine Lösung: Mehr Bewegung, gesündere Ernährung und mehr Schlaf. Also sammle ich ein paar leckere Rezepte, die auch noch gesund sind. Ausserdem suche ich mir jemanden, mit dem ich Sport treiben könnte, damit ich motivierter bin. Auch gehe ich ab sofort öfters zu Fuss und steige immer eine Busstation früher aus.
Mit der Beantwortung dieser Fragen und den daraus folgenden konkreten Schritten habt ihr schon mal eine gute Übersicht. Und das ist der erste Schritt, den Faden wieder zu finden.
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Gefällt mir, die Skizze, simpel und dennoch wirkungsvoll.