
photo by sharadhaksar
Jeder Tag ist ein neuer Tag, wo man sich aufraffen und motivieren muss, um seine Ziele zu erreichen.
Oder:
Jeder Tag ist ein neuer Tag, wo ich darauf brenne, endlich wieder meine Ziele verfolgen zu dürfen!
Finde den Unterschied zwischen den beiden Sätzen! :-)
Motivation hat sehr viel mit seiner eigenen Einstellung und dem inneren Feuer zu tun. Es gibt viele Arten, sich zu motivieren. Doch schlussendlich gibt es zwei Quellen, wo die Motivation herkommen kann: Aus einem selber oder von aussen. Bei der Arbeit kann man das sehr schön sehen: Viele Dinge bei der Arbeit mache ich, weil ich sie tun muss – aber eigentlich habe ich gar keine Lust drauf. Im Gegenzug bekomme ich jeden Monat meinen Lohn, mein Tag ist strukturiert und ich habe etwas zu tun. Bei diesen Aufgaben bin ich von aussen motiviert durch die üblichen Verdächtigen: Geld, Position, Macht (ein klein wenig…). Bei anderen Dingen bin ich fast nicht zu bremsen. Die könnte ich auch gut ausserhalb der Arbeit tun, weil ich mich vollständig damit identifizieren kann. Zugegeben: Das ist bei der Arbeit (meiner) nicht der Regelfall, aber es kommt vor, dass ich ausschliesslich aus mir selber motiviert bin. Das wäre übrigens die Hauptaufgabe einer Führungskraft: Einen Rahmen zu schaffen, wo die Menschen sich selber motivieren und ihre Arbeit lieben. Doch das ist ein anderes Thema.
Bei vielen Ziele, die ich mir persönlich vornehme, fehlt die Motivation von aussen komplett. Das ist so bei meinem Blog und allgemein bei Zielen, mit denen ich selbst weiterkommen will. Und bei den guten Vorsätzen sowieso. Wie kann man sich aber motivieren, wenn die äusseren Motivationsfaktoren fehlen?
- Inneres Feuer: Die Motivation ist umso stärker, je mehr man etwas tut, was mit einem selber völlig übereinstimmt. Wenn man innerlich brennt, kann man unglaubliche Energien frei setzen. Der Spassfaktor ist hier nicht zu unterschätzen. Je mehr Spass man hat, desto lieber macht man es. Das können ganz kleine Dinge sein: Seit ich beispielsweise Hörbücher für mich entdeckt habe, macht plötzlich das Putzen richtig Spass: Ich montiere meinen IPod und putze dann mit dem grössten Vergnügen.
- Verpflichtung: Auch bei den eigenen Zielen ist ein gewisses Mass an Verpflichtung sehr wichtig. Man kann sich selber verpflichten, indem man das Ziel aufschreibt und irgendwo aufhängt, wo man es täglich sieht. Man kann aber auch andere Menschen einbeziehen und ihnen sagen, was man vor hat. So macht man es sich selber schwerer, vorschnell aufzugeben.
- Planen: Jedes noch so abstrakte Ziel lässt sich herunter brechen in kleine Schritte, die man alle tun muss, um schlussendlich das Ziel zu erreichen. Wenn man sich dessen bewusst ist und die Schritte auch gut plant, dann wird das Ziel konkreter und ist nicht mehr so fern. Ausserdem erledigt man auch ungeliebte Schritte einfacher, wenn man das Ziel und den nächsten Schritt – der vielleicht dann wieder Spass macht – kennt.
- Belohnungen: Auch Belohnungen kann man planen: “Wenn ich XY erreicht habe, gönne ich mir eine neue CD.” Erfolge darf man ruhig feiern. Es muss nichts Grosses sein, aber es erinnert einen an seinen Erfolg.
- Fokussieren: Gerade dann, wenn der äussere Druck fehlt, ist die Gefahr gross, dass man sich verzettelt. Man spürt ja das innere Feuer und will immer mehr wissen und immer mehr tun. Trotzdem muss man eine Grenze setzen, damit das Ganze auch vorwärts kommt. Irgendwann hat man genug gelesen und geplant. Irgendwann muss man auch anfangen, das Ziel – eben zielstrebig – zu verfolgen.
- Fortschritte festhalten: Dies dient nicht nur dazu zu überwachen, ob man noch auf Kurs ist, sondern motiviert einen auch. Man kann zurück blicken und denkt: “Wow, so viel habe ich schon geschafft!” Wie man die Fortschritte festhält ist egal: In einem Tagebuch, in einem Logbuch oder in einer Liste. Oder warum nicht mal Joe’s Goals ausprobieren?
- Inspiration: Mir ist es immer sehr wichtig, meine Basis zu kennen. Dafür habe ich mehrere Instrumente: Mein Leitbild, meine fünf Sätze zu meiner persönlichen Mission und ein Stapel Karten mit Bibelzitaten. Diese Zitate stehen bei mir auf dem Schreibtisch und jede Woche steht unter einem neuen “Motto”.
- Positiv Denken: Sehr oft bremsen wir uns selber aus mit negativen Gedanken. Denkt positiv! Habt Freude an euren Ziele und spürt das Kribbeln im Bauch (oder in den Beinen – so ist’s bei mir)! Ihr habt euch für ein Ziel entschieden, also freut euch auf den Weg und darauf, das Ziel irgendwann zu erreichen!
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