Beziehungspflege: Trag Sorge zu Dir


photo by TaMiMi Q8

Jeder Mensch lebt in verschiedenen Rollen und hat die unterschiedlichsten Beziehungen: Man ist Ehepartner, Vater/Mutter, Freund, Arbeitnehmer usw. Und damit hat man eine Beziehung zu seinem Partner, seiner Partnerin, zu seinen Kindern, zu seinen Freunden, zu seinen Kollegen usw. Wir wenden viel Zeit auf, um diese Beziehungen zu pflegen. Und das ist auch gut so! Doch eine Beziehung ist genau so wichtig und muss genau so bewusst und intensiv gepflegt werden: Nämlich die Beziehung zu und mit sich selbst. Diese Beziehung wird oft vergessen. Wer regelmässig den Draht zu sich selbst wieder herstellt, ist meist ausgeglichener und ruht in sich. Es gibt verschiedene Namen für diese Art von Beziehungspflege. Wer religiös ist, pflegt die Beziehung zu sich selbst automatisch mit, wenn er die Beziehung zu Gott oder zum Göttlichen pflegt. Wer damit Mühe hat, kann sich vorstellen, die Verbindung zu seiner Seele oder seinem innersten Ich zu pflegen.

Hier einige Tipps, wie ihr dies konkret tun könnt:

  1. Der Klassiker: Beten. Gott ist nicht irgendwo im Himmel oder weit weg. Gott ist in uns, in einem geschützten Raum ganz tief in uns. Ein Raum, wo nur wir Zugriff haben, den wir aber manchmal nicht finden. Wer betet, nimmt nicht nur Kontakt mit Gott auf, sondern betritt seinen innersten Raum und ist sich ganz nahe.
  2. Meditieren: Es ist nicht jedermanns Sache zu meditieren. Wer es schafft, dies regelmässig zu tun, merkt, wie er ruhiger und ausgeglichener wird. Es gibt verschiedenste Methoden der Meditation: Sitzmeditation, Atemmeditation, christliche Meditation usw. Man kann auch gänzlich ohne religiösen Inhalt meditieren. Man muss sich also nicht gleich auf ein ganzes Glaubensgebäude einlassen, um zu meditieren. Man kann ganz einfach auch meditieren, um sich etwas Gutes zu tun.
  3. Noch ein Klassiker: Tagebuch schreiben. Viele von uns haben schon Mal versucht, regelmässig Tagebuch zu schreiben (auch Männer!). Diejenigen, die durchhalten, berichten von den Vorzügen. Der Vorteil scheint gar nicht so sehr darin zu bestehen, in seine Vergangenheit zurückblättern zu können, sondern viel mehr, seine Gedanken und Gefühle zu ordnen. Weitere Vorteile findet ihr beim ririanproject. Und falls ihr danach Lust habt, es auszuprobieren, dann findet ihr bei Scott Ginsberg viele verschiedene Arten von Tagebuch schreiben. Oder man kann auch nur ein Ein-Satz-Tagebuch schreiben. Viele spannende Varianten!
  4. Natur: Ich staune immer wieder, wenn mir Menschen erzählen, wie viel Kraft sie aus der Natur schöpfen können: Spazieren, wandern, einfach Dasitzen usw. Ich liebe die Natur, aber habe meist “Wichtigeres” zu tun als zu spazieren. Obwohl ich weiss, wie viel es mir gibt, einfach die Natur zu geniessen. Wichtig ist, dass man regelmässig in die Natur geht. Wieso nicht nach dem Abendessen einfach eine halbe Stunde spazieren gehen? Oder vielleicht sogar morgens? Selbst in einer Stadt gibt es sicherlich grüne Oasen, wo man auftanken kann.
  5. Bewegung: Bewegung ist nicht nur gut für den Körper, sondern auch für die Seele. Ich denke in diesem Zusammenhang aber nicht unbedingt an Sport, sondern wie beim Punkt 4 ans Spazieren. Seit ein paar Wochen versuche ich, zu Fuss zur Arbeit zu gehen. Das dauert 20-25 Minuten und ich komme frisch im Büro an. Und noch besser: Ich fühle mich eins mit mir. Wenn zu weit weg vom Büro wohnt, der kann vielleicht nur ein Teilstück zu Fuss zurücklegen. Lasst euer Auto mal ein paar Strassen weiter weg stehen oder steigt ein paar Stationen früher aus der U-Bahn aus.
  6. Wellness für Arme: Nehmt den Titel nicht zu ernst! Was ich meine, ist beispielsweise ein Bad nehmen oder einen Nachmittag lang einfach sein, z.B. auf dem Balkon oder im Garten. Sich treiben lassen, den Augenblick geniessen! Eine Zeit lang war der Samstagmorgen mein Wellnesstag: Ich habe dann gemütlich geduscht, anschliessend mich langsam und bewusst rasiert, ein paar Häärchen gezupft (jaaaa, auch Männer sollten das von Zeit zu Zeit tun) usw. Einfach eine Körperpflege von mir und nur für mich.
  7. Lesen: Obwohl Lesen intellektuell fordern kann, ist es doch ein Weg, seine Zeit sinnvoll zu nutzen und auch zu sich selbst zu finden. Besonders dann, wenn man “einfach so” liest, ohne zu müssen, ohne etwas erreichen zu wollen, ohne sich bewusst weiter zu bilden.

Gemeinsam ist allen Punkten:

  • Zeit mit sich selbst verbringen.
  • Keine Ablenkungen
  • L’art pour l’art. Einfach tun, um des Tuns willen.
  • Regelmässigkeit

Die Auswirkungen sind nicht gleich zu spüren, aber doch nach wenigen Tagen oder Wochen (je nachdem). Lohnen tut es sich aber auf alle Fälle!

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