Am 23. Mai 2012, 19:00-20:00h: Das exklusive und einmalige Webinar zum Prinzip Fokussieren:
Erreichen Sie mehr dank laserscharfem Fokus. Alle Infos und Anmeldung...

Macht mich mein iPad produktiver?

1004ipad_heroWenn Sie schon länger meinen Blog lesen, dann wissen Sie die Antwort bereits: Nein, natürlich nicht. Oder höchstens marginal.

Mein iPad ist – wie alle technischen Gadgets – nur eins: Ein Hilfsmittel. Ich kann auf dem iPad meine Artikel nicht schneller schreiben (eher im Gegenteil), noch kann ich dank dem iPad mehr in weniger Zeit erledigen. Mit dem iPad bin ich mobiler, aber nicht unbedingt produktiver.

Der weitaus grösster und wichtigste Anteil an meiner Produktivität haben mein Kopf, meine Einstellung, meine Gewohnheiten und meine Arbeitsorganisation als Gesamtes.

Alles andere kann mich dabei unterstützen, aber reicht nicht aus, um meine Produktivität wesentlich zu erhöhen. Ein wenig vielleicht, aber nicht wesentlich.

Deshalb plädiere ich dafür, eben bei der Einstellung und bei den Gewohnheiten anzusetzen. Wenn Sie Mühe haben, Ihre Aufgaben anzupacken und effizient zu erledigen, dann wird Ihnen das iPad oder ein anderes Hilfsmittel herzlich wenig helfen.

Vielleicht erledigen Sie zu Beginn schon etwas mehr, aber das ist dann wohl eher auf die Faszination des neuen Tools zurück zu führen und weniger auf das Tool selber.

Also:

Alle Tipps und Ticks, alle Hilfsmittel werden Ihnen vielleicht die Arbeit erleichtern, aber wollen Sie wirklich Ihre Produktivität erhöhen, dann setzen Sie lieber an anderer Stelle an.


Ich bereue den Kauf des iPads in keiner Art und Weise. Im Gegenteil: Mit dem iPad bin ich mobiler und noch unabhängiger von einem Computer oder einem bestimmten Arbeitsort. In meinem Arbeitsalltag gibt es viele Situationen, in denen ein Laptop zu viel und das iPhone zu wenig sind. Hier springt das iPad perfekt in die Lücke.

Lassen Sie uns einen kurzen Blick in meinen Arbeitsalltag und auf die Applikationen werfen, die ich auf dem iPad fast täglich nutze.

Meine Top-Applikationen für das iPad

1. Evernote

Evernote ist ein Notizprogramm, das auf allen möglichen Oberflächen läuft: Mac, Windows, iPad, iPhone, Blackberry, Android usw. Ausserdem ist es auch eine Webanwendung.

Damit habe ich von praktisch jedem Gerät und jedem Computer aus Zugriff auf meine Notizen. Evernote synchronisiert sogar automatisch den Datenbestand auf allen Geräten.

Mit Evernote für iPad habe ich so auch unterwegs Zugriff auf all meine Notizen und Ideen. Dank Evernote Premium (45$/Jahr) habe ich sogar ohne Internet-Verbindung Zugriff auf meine Notizen. Meiner Meinung nach der einzige Grund, das Premium-Abo zu lösen, aber dafür ein sehr guter Grund.

In Evernote entwerfe ich Artikel, sammle Ideen, mache Notizen zu Büchern oder Artikeln und vieles mehr. Evernote ist also mein Notizbuch für alle Fälle.

2. Things

Ich verwalte meine Aufgaben mit dem Programm Things. Things ist ein Programm für den Mac, das auch für das iPhone und das iPad angeboten wird. Auch Things synchronisiert alle Datenbestände automatisch ab.

Da ich oft unterwegs bin, muss ich meine Aufgabenlisten immer bei mir haben. Mit Things und dem iPad kann ich so nahtlos an jedem Ort arbeiten und beispielsweise meine Telefonate im Zug führen oder ein Konzept schreiben.

Aufgabenlisten zu verwalten und abzuarbeiten macht mit dem iPad einfach mehr Spass als mit dem iPhone, die Oberfläche ich grosszügiger und übersichtlicher.

3. Kalender (vorinstalliert)

Banal, aber sehr nützlich. Die Kalender-Applikation auf dem iPhone ist wunderbar, doch das Display ist einfach zu klein. Nicht so beim iPad. Hier habe ich zu jeder Zeit die Übersicht.

Wenn ich unterwegs einen neuen Termin eintrage, ist er – dank MobileMe – kurz darauf auch auf meinem iPhone und im Kalender auf meinem Mac eingetragen. Und meine Lebenspartnerin kann den Termin unter ihrer Oberfläche auch sehen. Einfach toll!

4. Bento

Bento ist der kleine Bruder von Filemaker, also eine Datenbank (nur für Mac).

Ich habe mir beispielsweise ein Formular eingerichtet, welches ich bei einem Erstgespräch mit einem potentiellen Kunden nutze. So vergesse ich garantiert nichts, was ich noch standardmässig ansprechen will.

Wieder in meinem Büro synchronisiere ich meine Eintragungen mit meinem Mac. Dann erstelle ich auf Knopfdruck ein schönes PDF-Dokument, das ich dann dem Kunden schicke. So erhält er sehr schnell nach unserem Gespräch eine optisch ansprechende Zusammenfassung unseres Gesprächs. Meine Kunden schätzen das sehr und wir sind beide identisch dokumentiert.

5. Pages

Was Word unter Windows ist, ist Pages unter Mac: Die Textverarbeitung von Apple. Natürlich mit Ableger für das iPad.

Hier spielen die Stärken des iPads: Die Tastatur ist nämlich genau gleich gross wie die eines Laptops. So kann man bequem auch längere Texte schreiben. Zwar kann man nicht seine Finger auf der Tastatur liegen lassen (das iPad hat ja nur die einblendbare Tastatur), aber ich schreibe mit dem iPad fast gleich schnell wie auf einer richtigen Tastatur.

Mit Pages kann ich “richtige” Texte und Dokumente überall bearbeiten oder erstellen.

6. Keynote

Der offizielle Grund, weshalb ich mir ein iPad gekauft habe: Keynote ist sozusagen das PowerPoint von Apple.

Ich kann also beispielsweise eine Präsentation auf meinem Mac erstellen, auf den iPad transferieren und dann via Beamer in einem Seminar abspielen. Oder gleich eine Präsentation auf den iPad erstellen. Eine geniale Anwendung!

7. NewsRack

Newsrack ist ein Feed-Reader, der sich mit dem Google Reader synchronisiert und die Artikel auch offline zur Verfügung stellt. Ideal für Zugreisen oder einfach mal so zwischendurch.

Auf dem iPad-Display zu lesen finde ich noch bequemer als an einem Computer-Bildschirm.

Fazit

Natürlich habe ich noch einige Applikationen mehr installiert, doch das sind meine Top 7.

Alle Aufgaben, die ich damit erledige, kann ich auch an meinem Laptop erledigen, teilweise sogar auf Papier. Ich schätze jedoch die Mobilität des iPads und die problemlose Synchronisation zwischen den Geräten. Und mit meinem iPad habe ich einen Grossteil meines Büros immer bei mir.

Um zurück zur Ursprungsfrage zu kommen: Macht mich das iPad also produktiver? Wie gesagt: Natürlich nicht. Aber ich kann unterwegs praktisch nahtlos arbeiten, als ob ich im Büro wäre, ohne den Laptop mitzuschleppen. Das war von Apple zwar nicht so geplant, doch das iPad hat meinen Laptop zu etwa 80% ersetzt. Ich werden in den nächsten Monaten mal sehen, ob es sogar ganz ohne Laptop geht.

Ich kann jedenfalls sehr gut mit dem iPad arbeiten. Dazu helfen mir zwei Eigenheiten des iPad:

Erstens: Meine Ausführung kann nur via WLAN ins Internet. Das heisst: Wenn ich unterwegs bin, habe ich in der Regel keinen Internet-Zugriff. So bin ich viel weniger abgelenkt. Und im Notfall kann ich meine E-Mail immer noch auf dem iPhone abrufen. Oder den Zugfahrplan abfragen.

Und zweitens: Das iPad beherrscht (noch) kein Multitasking. Auch das hilft mir, mich auf die aktuelle Aufgabe und sonst nichts zu fokussieren.

Hat sich also der Kauf gelohnt? Für mich zu 100%. Das iPad war genau das Gerät, das bei mir alle offenen Lücken schliesst und perfekt zu meiner Arbeitsumgebung passt. Hinzu kommt natürlich noch der Gadget-Faktor. Ich bin – sagen wir – nicht unempfänglich für technische Geräte. :-)

Ich weiss, das sind eigentlich alles noch keine Gründe für das iPad. Alles kann man auf anderen Geräte ebenfalls erledigen. Doch wie hat ein Tester des iPad geschrieben? Wenn man es nicht hat, braucht man es nicht. Aber wenn man es hat, kann man nicht mehr darauf verzichten. Genau so ist es.

Diesen Artikel weiterempfehlen:

Auf blatternet.de finden Sie über 200 kostenlose Artikel. Unterstützen Sie diesen Service mit einer kurzen Empfehlung. Vielen Dank!

Verpassen Sie keinen Artikel von blatternet.de: Abonnieren Sie kostenlos die neuesten Artikel per E-Mail.

Ihre Meinung ist uns wichtig

*

Passwort zurücksetzen

Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an. Ein neues Passwort wird Ihnen zugeschickt.