Neue Gewohnheit: Was geben Sie dafür auf?

Ein erfolgreiches (Anti-)Zeitmanagement basiert zu mindestens 80% auf erfolgreichen Gewohnheiten. Schätzungen gehen davon aus, dass 95% unserer Handlungen unbewusst, also aus Gewohnheit oder als Routine ablaufen. Das ist das eine.

Dann: Es ist ja nicht so, dass wir nicht wissen, was wir den ganzen Tag tun sollen. Im Gegenteil: Unsere Tage sind bis an den Rand gefüllt mit Verpflichtungen, Hobbys, Aktivitäten oder einfach mal faul sein. Das ist das andere.

Setzt man diese beiden Punkte zusammen, taucht sofort die Frage auf:

Wenn ich eine neue Gewohnheit erlernen will, um wirklich einen Schritt vorwärts zu kommen, wo bringe ich dann diese in meinem Tagesablauf überhaupt unter?

Gewohnheiten ersetzen vs. Gewohnheiten neu lernen

Wollen wir eine alte Gewohnheit durch eine neue ersetzen, ist das einfach. Die neue tritt einfach an die Stelle der alten. Will ich mich also gesünder ernähren oder abnehmen, dann koche ich halt Hühnchenbrust mit Fenchel statt Schnitzel mit Pommes. Fertig. Geht schnell, ist einfach, gesund und lecker.

Will ich aber eine komplett neue Gewohnheit einüben, geht das so nicht. Will ich also mehr Sport treiben, täglich meditieren oder Tagebuch schreiben, dann muss ich mir die Zeit dafür schaffen, wenn nicht sogar erkämpfen.

Das gilt natürlich auch für alle Gewohnheiten rund um das Zeitmanagement:

  • Regelmäßig meinen Schreibtisch aufräumen
  • Täglich meinen Posteingang komplett leeren
  • Jede Woche eine Rückschau vornehmen
  • Eine Aufgabenliste seriös und konsequent führen
  • Alle unerledigten Dinge notieren und in mein System einarbeiten

Selbstverständlich spare ich mit neuen positiven oder stärkenden Gewohnheiten auch wieder Zeit:

  • Ist mein Schreibtisch aufgeräumt, brauche ich weniger Zeit zum Suchen.
  • Ist meine Aufgabenliste gut geführt, vergesse ich nichts mehr und habe weniger Stress.
  • Leere ich meinen Posteingang täglich, muss ich meine E-Mails nicht mehrfach lesen, sondern sie sind schon am richtigen Ort eingeordnet oder erledigt.

Trotzdem muss ich zunächst Zeit investieren, um Zeit zu sparen. Diese Zeit liegt nicht einfach so rum, sondern ich muss sie mir nehmen.

Man muss zuerst Zeit investieren, um Zeit zu sparen
(diesen Satz twittern)

Was geben Sie für die neue Gewohnheit auf?

Alles kumuliert sich also in einer Frage:

Wenn ich eine neue Gewohnheit erlernen will, was gebe ich dafür auf? Worauf verzichte ich dafür?
(diesen Satz twittern)

Diese Frage ist eine gute Frage. Kann ich sie nämlich nicht beantworten, ist das ein starker Hinweis darauf, dass mir die neue Gewohnheit einfach nicht wichtig genug ist. Es ist ein Hinweis darauf, dass ich nicht bereit bin, wirklich ein Commitment einzugehen.

Eine neue Gewohnheit lernen zu wollen, ohne dass man ein starkes Commitment dafür eingeht, ist zum Scheitern verurteilt. Schließlich gilt es, die Gewohnheit über Wochen einzuüben, bis sie tatsächlich zur Gewohnheit wird.

Sind Sie dazu bereit?

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