
photo by Obi-Akpere
Lange dauert es nicht mehr und das neue Jahr schaut zur Tür herein. Wie angekündigt möchte ich deshalb heute auf das Jahr 2007 zurück blicken. Mit diesem Beitrag möchte ich nicht angeben, sondern eine Zusammenstellung machen, was ich alles dieses Jahr erreicht habe. Damit will ich euch (und auch mich) motivieren, selber euer Leben in die Hand zu nehmen, um das zu erreichen, was ihr wirklich wollt und braucht. Ich beschäftige mich etwa seit Mai wieder intensiv mit den Themen dieses Blogs. Während meines Studium habe ich das bereits schon gemacht, aber eher mit dem Schwerpunkt Lernen. Aber einige Dinge habe ich jetzt wieder entdeckt. In diesem dreiviertel Jahr nun habe ich ein paar Dinge erreichen können, auf die ich auch stolz bin. Ich bin nämlich weder ein Heiliger noch ein von Natur aus effizienter, hart getrimmter Mensch, sondern genau so wie die meisten von euch ein ganz normaler Typ, der versucht, bewusster zu leben und weiter zu kommen. Ich habe ein paar Sachen ausprobiert, die geklappt haben. Andere Dinge haben nicht geklappt, aber das ist nicht schlimm, denn das neue Jahr kommt ja bald :-).
10 Dinge, die ich 2007 erreicht habe
- Früh aufstehen: Seid dem Frühsommer stehe ich regelmässig zwischen 5 Uhr und 5.30 Uhr auf. Klar gibt es Tage, wo ich es nicht schaffe. So wie im Moment gerade mit den ganzen Weihnachtsessen und anderen Weihnachtsanlässen. Doch meistens stehe ich tatsächlich so früh auf. Wenn ich es nicht tue, dann fehlt mir etwas. Denn ich geniesse die ruhige Zeit am Morgen, die ich mit mir und den Dingen verbringen kann, die ich liebe.
- GTD: Wenn ich mich recht erinnere, hat alles mit GTD (“Getting Things Done”) begonnen. Ich weiss nicht mehr wie, aber irgendwie bin ich auf diese Art, meine Dinge zu organisieren, gestossen und war direkt Feuer und Flamme. Mit gewissen Anpassungen setze ich nun seit Monaten erfolgreich GTD um.
- Notizen: Diese neue Gewohnheit hat mir wohl den grössten Gewinn gebracht. Seit ich immer alles Mögliche notiere, was mir durch den Kopf geht, vergesse ich keine Ideen oder Aufgaben mehr und habe den Eindruck, ich kontrolliere mein Leben viel besser. Ein grosser Gewinn mit sehr kleinem Aufwand!
- MindMaps: MindMapping ist das System, welches mir am besten liegt und welches mir erlaubt, meine Gedanken optimal auf Papier zu bringen. In meinem grossen Notizbuch finden sich dutzende von MindMaps zu allen möglichen Themen. Wenn ich etwas nachschlage, bin ich auf einen Blick wieder im Thema drin. Ich weiss meistens sogar noch auswendig, auf welchem Zweig ich die Informationen finden kann, die ich suche. Und das Monate nach dem ich das MindMap erstellt habe.
- Back to paper: Eigentlich bin ich ja ein Computer- und Gadget-Freak. Ich habe alle möglichen Programme und Geräte zur Organisation ausprobiert. Das machte sehr viel Spass, aber ich habe mir selber eingestehen müssen, dass meine Bedürfnisse eben doch nicht alle abgedeckt sind (ständige Verfügbarkeit, immer aktuell usw.). So habe ich den Schritt zurück zu Papier gewagt. Sogar meine Termine verwalte ich wieder auf Papier. Ohne einen Glaubenskrieg – analog vs. digital – anzetteln zu wollen: Auf Papier kann ich meine Gedanken, Aufgaben und Termine schneller, leichter und kreativer festhalten, als ich das je mit digitalen Hilfsmitteln geschafft habe. Jetzt stehen die Inhalte im Vordergrund und nicht mehr das Gadget. Mein Erfolg hierbei ist, dass ich das erkannt und mir eingestanden habe und seitdem konsequent mein analoges System durchziehe.
- Ordnung muss sein: Ich habe mittlerweile fast alle Zimmer in der Wohnung aufgeräumt und neu organisiert (ausser meinen Kleiderschrank). Jetzt sieht die Wohnung nicht nur besser aus und ist schneller geputzt, sondern ich fühle mich auch in mir drin aufgeräumter. Das Äussere strahlt tatsächlich auf das Innere ab – und nicht nur umgekehrt.
- Fernsehen reduziert: Es gibt immer noch Phasen, wo ich am Abend so müde bin, dass ich nur noch vor den Fernseher hocke. Aber auch das ist mittlerweile eher die Ausnahme als die Regel. Meistens schauen wir bewusst fern und nicht einfach nur, weil wir nichts Besseres zu tun haben. Seither lese ich mehr, verbringe mehr Zeit mir meinem Schatz und kann mich aktiver erholen.
- Persönliche Entwicklung: Der grösste Teil des Jahres 2007 steht für mich für meine persönliche Entwicklung. Ich habe sehr viel gelesen, gelernt und umgesetzt. Ich weiss jetzt besser, was ich will, was meine Bestimmung ist, und in welche Richtung ich mein Leben steuern möchte. Das einzige, was ich dafür investieren musste, ist Zeit und die Offenheit, Neues kennen zu lernen und umzusetzen.
- Umgang mit Geld: Ich hatte in meinem Leben immer Phasen, wo ich recht gut verdient habe und dann wieder Phasen, wo ich sehr wenig verdient habe. In einer Hochphase habe ich dann das Geld immer schnell ausgeben – damit es nicht Schimmel ansetzt – und in einer Tiefphase eben nicht. Lustigerweise hat mir dann eigentlich nichts gefehlt, weil meine Grundbedürfnisse in jedem Fall abgedeckt waren. Das hat mir zu denken gegeben, und ich habe mich dann in Hochphasen gefragt, ob ich wirklich ständig neue Dinge brauche. Meine Antwort war klar: Nein. Seither versuche ich, mein Geld bewusst auszugeben und zu kontrollieren.
- blatternet.de: Ein noch junges Projekt, aber trotzdem auch etwas, was ich dieses Jahr erreicht habe: Mein Blog. Wie gesagt schreibe ich diesen Blog auch für mich. Damit kann ich mir ein Nachschlagewerk aufbauen und ich kann sehen, ob ich die Dinge auch wirklich verstanden habe, über die ich so viel lese.
Wer hier Dinge erwartet hat wie “ersten Marathon gewonnen” oder “Einkommen um 50% gesteigert”, den muss ich enttäuschen. Das mag daran liegen, dass ich mir Anfang 2007 noch gar keine Ziele gesteckt habe. Erst ab Mai habe ich ja die Themen dieses Blog wieder entdeckt. Natürlich habe ich mir mittlerweile kurzfristige Ziele gesetzt, aber dieses Jahr war mir wichtig herauszufinden, was ich wirklich will und vom Leben erwarte. Das Jahr zeigt mir aber, dass jeder, der will, in recht kurzer Zeit einen grossen Schritt vorwärts machen kann. Man muss sich nur Zeit dafür nehmen und mutig nach vorwärts gehen. Nicht umsonst schreibe ich den Artikel an einem Donnerstag, wo es ja um Motivation und Zielerreichung geht. Wenn man so will, kann ich dieses Jahr unter dem Begriff “bewusster leben” zusammen fassen. Ich habe verschiedene Dinge ausprobiert, einige wieder verworfen, aber andere in meinem Leben verankert. Jetzt habe ich eine Basis, auf der ich weiter gehen und mir für 2008 bewusst Ziele setzen kann aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen. Und genau darum wird es in einem Beitrag in den nächsten Tagen gehen.
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Pff, Ivan… nichtmal nen Marathon gewonnen… ;)
Nee im ernst. Sind doch echt ein paar Sachen, auf die man stolz sein kann und die einen in der persoenlichen Entwicklung nach vorn bringen. Also Glückwunsch und weiter so!
Jan
Danke für die Review und die Querverlinkungen zu anderen Artikeln von dir…
Danke für die Kommentare! Wenn euch interessiert, was ich mir für 2008 vorgenommen habt, dann klickt auf den Beitrag vom 27.12.: Weihnachtswoche: Über Johannes, Adler und meine Jahresziele 2008.