Wir Produktivitätstrainer empfehlen ja gerne, möglichst wenige Dinge auf dem Schreibtisch zu haben. Juristen würden sagen: Das ist die herrschende Meinung.
Doch was ist da wirklich dran? Kann man das einfach so allgemein behaupten? Hören Sie im folgenden kurzen Video meine Gedanken zu dem Thema.
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Mehr zum Thema “Schreibtisch” finden Sie in den folgenden Artikeln (zum Teil noch aus der Anfangszeit von blatternet.de!):
- 10 Tipps, damit Sie sich an Ihrem Schreibtisch wohl fühlen
- Tabula rasa: Leeren Sie Ihren Schreibtisch
- Leeren Sie Ihren Schreibtisch
- 3 Schritte zu einem leeren Schreibtisch
- Mehr durch weniger (Teil I): Aufräumen leicht gemacht!
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Gute Anmerkungen! Ich denke auch, die Frage “Leer- oder Volltischler?” ist nicht korrekt formuliert. Die entscheidende Frage ist die des dahinterstehenden Systems. Ein prominentes Beispiel war Niklas Luhmann, Begründer des systemischen Ansatzes. Luhmann war nicht nur Volltischler, sondern sogar ein Voll-Raumer – es gibt ein für Leertischler sehr dramatisches Bild seines Büros. Aber dieses scheinbare Chaos war bis in die letzte Fuge durchorganisiert. Und ich denke, niemand wird behaupten, Luhmann sei unproduktiv gewesen…
Ich komme auch immer wieder darauf zurück: Produktivität ist eine individuell zu betrachtende Angelegenheit, bei der das gut ist, was funktioniert, und das schlecht ist, was behindert. Und dies könenn von Mensch zu Mensch ganz unterschiedliche Dinge sein.
Genau! Wobei Luhmann mit seinen Karteikasten nicht nur perfekt organisiert, sondern auch äusserst produktiv war. Er hat immer gesagt, seine Karteikasten schreiben die Bücher alleine (frei aus dem Kopf wiedergegeben).
Ein guter Produktivitätstrainer berücksichtigt die Eigenheiten und Gewohnheiten seiner Kunden und baut darauf auf, anstatt ihnen ein fertiges System aufzudrücken. Trotzdem gibt es natürlich ein paar Grundregeln und Tipps, die jedem helfen können.
Hallo,
und danke für die ineressanten Anregungen. Ich beobachte auch immer wal wieder das ‘Schreibtischlenen’ in unserem Büro und es ist schon sehr auffällig wie unterschiedlich Personen die eigentlich der gleichen Arbeit nachgehen ihre Tische organisieren. Mein Tisch ist einer der Arbeitsplätze die mit gelben Klebezetteln übersäht sind und wo täglich neue hinzu kommen. Allerdings gibt es auch einen klar abgegrenzten Bereich rund um die Tastatur in dem sich absolut nichts befinden darf. Also schon eine klare Trennung zwischen Ablage und Arbeitsraum.
Solange sich das für Dich bewährt, ist das gut so. Das Risiko ist allerdings schon nicht von der Hand zu weisen, nämlich das Risiko, die Übersicht zu verlieren oder Dinge dann doch zu vergessen. Wenn es aber trotzdem klappt: Umso besser!
Ich habe auch eine Kollegin, deren Schreibtisch (aus meiner Sicht) überquillt. Aber:
- jedes Thema hat bei ihr eine eigene Klarsichthülle mit den passenden Unterlagen
- handschriftliche Notizen zum Thema liegen ebenfalls in der passenden Klarsichthülle
- sie erinnert sich sehr gut an viele verschiedene Themen und weiß auch, wo sich die passenden Hülle befindet
Trotzdem hat das System auch Nachteile. Sie “vergisst” schon mal Themen umzusetzen und lässt sich vom Dringenden beherrschen. Ich habe aber das Gefühl, dass sie diesen Zustand genießen kann und es für sie positiver Stress ist. Sie ist – für mich – der lebende Beweis dafür, dass die verbreiteten Theorien zum Thema Selbst- und Zeitmanagement nicht pauschal gelten können.
[...] nachweisbaren Vorteile einer guten Ordnung kennen gelernt. Es geht hier nicht mal so sehr um einen leeren Schreibtisch. Obwohl ich gerne so wenig Dinge wie möglich auf meinem Tisch habe, ist nicht die Anzahl [...]