Über den Unsinn von Prioritäten als Hilfsmittel zur Arbeitsorganisation

Ich bin kein Anhänger vom Setzen von Prioritäten. Nun, so ganz stimmt das eigentlich nicht. Ich sehe nur den Sinn nicht ein, Aufgaben zu priorisieren, ausser in einem speziellen Fall, auf den ich ganz unten eingehen werde.

Es gibt einige Zeitmanagement-Bücher, in welchen gerade empfohlen wird, seine Aufgaben nach Prioritäten zu sortieren (meistens A, B und C oder sogar noch bis D). Sind die denn alle falsch? Nein, falsch würde ich nicht sagen. Nur für die heutigen Verhältnisse nicht mehr ganz optimal. :-)
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Mehr durch weniger (Teil VI): Haiku Produktivität: Die Kunst, sich auf das Wesentliche zu beschränken

Die Serie “Mehr durch weniger” will zeigen, wie mit wenig Aufwand das Arbeitsleben vereinfacht werden kann, und man so schneller, stressfreier, produktiver und effektiver ans Ziel kommt. Meiner Meinung nach könnten wir viel mehr erreichen, wenn wir uns nicht so verzetteln würden, sondern uns auf die wichtigsten Dinge fokussieren würden. Wie das erreicht werden kann und vieles mehr, soll in dieser Serie beleuchtet werden.

Als ich vor ein paar Wochen meine Serie “Mehr durch weniger” plante, nahm ich Kontakt mit Leo Babauta von zenhabits auf und fragte ihn, ob ich für die Serie als Schlusspunkt einen seiner Artikel, nämlich über “Haiku Productivity“, für meine Leser übersetzen dürfe. Er hat zugestimmt. Zwei Tage später hat er dann das Copyright auf all seine Artikel aufgehoben und alle Inhalte zur freien Weiterverwendung frei gegeben. Somit wurde aus meiner exklusiven Übersetzung eine Nullnummer, da sie nun halt nicht mehr so exklusiv ist… So ist das Leben. Aber ich halte an meiner Idee fest, da der Artikel einer meiner Lieblingsartikel ist. Der folgende Beitrag stammt also nicht aus meiner Feder, sondern ist meine Übersetzung des Artikel von Leo.

Haiku Produktivität: Die Kunst, sich auf das Wesentliche zu beschränken

von Leo Babauta

Ich habe eine Weile lang gewartet, bis ich diesen Beitrag über ein Experiment, welches ich durchführe, geschrieben habe. Denn seit ein paar Monaten schränke ich mich absichtlich ein.

Nicht um mich selber zu lähmen, sondern als ein Weg, mich auf wenige, aber wichtige Dinge zu fokussieren. Ein Weg, der mir erlaubt, mehr in weniger Zeit zu erledigen.

Ich bin sicher, ihr habt vom Pareto Prinzip gehört, auch bekannt als 80/20-Regel. Ich denke nicht, dass die Prozentanteile dieser Regel exakt sind, aber das Prinzip stimmt: Man sollte sich auf die wenigen Dinge fokussieren, die einem den grössten Nutzen bringen.

Doch während das als Prinzip nett klingt, wird es in der Praxis kaum durchgeführt. Wieso? Weil wir in zu viele Dinge auf einmal verstrickt und zu beschäftigt sind, mit all dem zu jonglieren, was an uns getragen wird. So nehmen wir uns kaum eine Minute Zeit und überlegen, was das Wesentliche ist, was uns den grössten Nutzen mit den kleinsten Aufwand bringt und auf was wir uns wirklich fokussieren sollten.

Es gibt keinen systematischen Weg, sich auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren und den Rest wegzulassen.

Bis jetzt. Denn ich habe ein System entwickelt, welches ich Haiku Produktivität nenne, basierend auf einigen guten Ideen von anderen (ich kann gar nicht alle aufzählen, aber ich bin ihnen zu Dank verpflichtet). Der Schlüssel zur Haiku Produktivität ist es, euch selbst auf eine beliebige, aber kleine Zahl an Dingen zu beschränken, indem ihr euch zwingt, euch auf die wichtigen Sachen zu fokussieren und den ganzen Rest zu beseitigen.

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Mehr durch weniger (Teil II): Planen leicht gemacht!

15 credits in summer is…

photo by RailGun

Die Serie “Mehr durch weniger” will zeigen, wie mit wenig Aufwand das Arbeitsleben vereinfacht werden kann, und man so schneller, stressfreier, produktiver und effektiver ans Ziel kommt. Meiner Meinung nach könnten wir viel mehr erreichen, wenn wir uns nicht so verzetteln würden, sondern uns auf die wichtigsten Dinge fokussieren würden. Wie das erreicht werden kann und vieles mehr, soll in dieser Serie beleuchtet werden.

Planen kann so schön sein: Prioritäten setzen, farbig markieren, Stichworte hinzufügen, Streichen, neu Sortieren, dann das Ganze mal digital ausprobieren und dann doch wieder auf Papier usw. Aber leider vergisst man manchmal, dann auch tatsächlich tätig zu werden. Planen ist wichtig, sogar sehr wichtig, aber es darf nicht zu l’art pour l’art ausarten. Planen hilft einem zwar, aber erledigt keine Aufgaben. Nach verschiedenen Ausflügen zu allen möglichen Planungssystemen, bin ich auf die Kombination von zwei einfachen Techniken gekommen: GTD (Getting Things Done) und dessen Vereinfachung ZTD (Zen To Done).

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Wie ich organisiert bin

Dieser etwas ältere Artikel zeigt, wie ich vor ein paar Jahren organisiert bin. Mittlerweile bin ich komplett digital organisiert, doch finde ich das damalige System immer noch gut, zweckmäßig und nützlich.


Ich finde es immer ganz spannend, wenn Leute im Internet zeigen, wie sie organisiert sind. Vielleicht hat sich der eine oder die andere schon gewundert, wie ich das denn mache. Auf diese unausgesprochene Frage möchte ich mit dem heutigen Beitrag eine Antwort geben. Sozusagen nach dem Motto: Keiner fragt – Ivan antwortet. :-)

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Ganz einfach produktiv und organisiert!

ZTD-Ebook


Viele von euch kennen ja das Organisationssystem “Getting Things Done” (GTD) von David Allen. Auch ich habe mich dazu bereits ausgelassen (z.B. hier). Dieses GTD geistert sei einiger Zeit durch die Blogsphären und wird mit grosser Begeisterung diskutiert. Das ist nachvollziehbar, da die Prinzipien und Hilfsmittel von GTD sehr einfach und schnell zu lernen sind. Für mich ist das komplette System trotz seiner Einfachheit zu overdosed. Anderen geht es offenbar auch so. Einer davon ist Leo Babauta. Ich weiss nicht, wie oft ich den Namen hier im Blog schon erwähnt habe, aber spätestens jetzt gibt es überhaupt keinen Grund mehr, nicht bei ihm rein zu schauen :-). Leo hat nämlich sein erstes EBook veröffentlicht: Zen To Done. Dieses EBook ist eine Zusammenstellung verschiedenster Artikel von seinem Blog. Eigentlich findet man alles darin auch auf seinem Blog, aber eben verstreut. Wer aber lieber das System aus einem Guss möchte, dem sei das Buch sehr ans Herz gelegt (für nur 9.50$).

Doch worum geht’s bei Zen To Done? Leo nimmt verschiedene Produktivitätssysteme (GTD, Stephen Convey Ansatz usw.), mischt sie zusammen und vereinfacht das ganze (simplify!). Heraus kommt ein System, mit welchem man seine Arbeit schnell, übersichtlich und lückenlos organisieren kann. Dazu hat Leo 10 Prinzipien aufgestellt:

  1. Collect: Alle Ideen und Gedanken werden auf Papier festgehalten.
  2. Process: Alles, was meine Welt betritt, kommt in eine Inbox, welche ich dann regelmässig nach vereinfachten GTD-Prinzipien leere.
  3. Plan: Leo hat ein sehr einfaches Planungssystem bestehend aus den paar wichtigsten Aufgaben der Woche (Big Rocks) und pro Tag 3 MITs (Most Important Tasks).
  4. Do: Das Wichtigste: Die Aufgaben erledigen, auch wenn ich abgelenkt bin, wenn ich keine Lust habe oder gerne die Dinge aufschiebe.
  5. Simple, trusted system: Der Inhalt (die Aufgaben, Ziele usw.) stehen im Vordergrund und nicht das System (auf Papier? digital? Programm X oder Y?), mit dem ich den Inhalt verwalte.
  6. Organize: Wie kann ich all die Aufgaben, Papiere und Ideen so organisieren, dass ich immer alles schnell zu Hand habe, wenn ich es brauche, und nichts vergessen kann?
  7. Review: Jedes System kann sich nur bewähren, wenn man es regelmässig pflegt. Der wöchentliche Review ist da unabdingbar.
  8. Simplify: Je einfach, desto übersichtlicher. Wer nur die absolut wichtigsten Aufgaben, die den grössten Nutzen bringen, erledigt, hat schon viel erreicht.
  9. Routine: Wie finde ich eine Routine, die mir erlaubt, das System anzuwenden? Welche Dinge sind mir noch wichtig und wo haben sie Platz in meinem Leben?
  10. Find Your Passion: Wer das tut, wofür sein inneres Feuer brennt, der tut das ohne Anstrengung, ohne Motivationsschwierigkeiten und mit viel Passion.

    Wer andere entzünden will, muss selber brennen.

    Augustinus

Um diese Prinzipien geht’s also. Diese Prinzipien braucht es, aber genügen gleichzeitig schon, um produktiv, organisiert und vereinfacht zu leben und zu arbeiten. Leo gibt dabei viele Tipps, diese Prinzipien umzusetzen und zu einer Gewohnheit zu machen. Wem das immer noch zu viel ist, dem bietet Leo sogar noch eine minimal Form von ZTD mit nur den Prinzipien 1-4.

Mein Urteil: Ich persönlich habe schon sehr viel lernen können von Leo und seinem Blog. Offenbar bin ich nicht der einzige: Leo hat innert weniger Monate über 20’000 Menschen erreicht, die seinen Feed abonniert haben. Wahrscheinlich sind es noch ein paar Tausend mehr, die regelmässig seine Adresse anwählen. Dies hat er erreicht, indem er sehr wertvollen und interessanten Inhalt in seinem Blog bietet, welcher die Menschen anspricht. Genau dies hat er auch mit seinem EBook geschafft. Hinzu kommt: Leo ist ein professioneller Schreiber mit journalistischer Vergangenheit. Er weiss, wie man schreibt. Also: Guter, wertvoller Inhalt gepaart mit gekonnter Schreibfähigkeit=EBook “Zen To Done”! Für jeden nützlich, der sich für Produktivität, Organisation und Simplify beschäftigt!

Ihr könnt das Buch bei ihm auf der Homepage kaufen oder ganz einfach hier:
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