
photo by paulworthington
Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber ich habe schon viele viele Ideen verloren, weil ich zu faul war, sie aufzuschreiben oder mir eingebildet habe, ich wüsste sie dann schon noch, wenn es drauf an kommt. Doch dem war nie so… Wer weiss, wo ich heute wäre, wenn ich all die genialen Ideen, die ich vergessen habe, wirklich umgesetzt hätte :-).
Wenn ich sagen müsste, welche von all den neuen Methoden und Arbeitsweisen, die ich in den letzten Monaten kennen gelernt und ausprobiert habe, mir den grössten Gewinn gebracht hat, dann ist es zweifellos meine neue Gewohnheit, immer etwas zum Notieren dabei zu haben (und es auch zu benutzen!). Schon nur durch diese eine Massnahme ist mein Leben übersichtlicher und organisierter geworden. Ausserdem verliere ich nicht mehr so oft neue Ideen oder vergesse Dinge, die ich einkaufen muss oder nachschlagen will. Unglaublich, was eine so banale Gewohnheit für einen Gewinn bringt. Und sie ist so einfach zu erlernen.
- Medium: Auf was man notiert, ist völlig egal. Die Bandbreite geht von Karteikärtchen über Notizbücher bis hin zum PDA oder sogar Diktiergerät. Wichtig sind aber zwei Dinge: Das Notieren muss Spass machen und man muss schnell etwas notieren können. Ich habe verschiedene Möglichkeiten ausprobiert (digital und analog), aber bin schlussendlich auf das gute alte Papier zurück gekommen, obwohl ich ein Computerfreak bin. Der ganz grosse Vorteil ist, dass ich bei Bedarf mein Notizbuch aufklappen, etwas notieren und gleich wieder versorgen kann. Elektronische Hilfsmittel haben den Nachteil, dass sie oft gestartet werden müssen, dann das Programm aufgerufen werden muss, dann gibt man mit einer Mini-Tastatur oder einem kleinen dünnen Stift seine Notiz ein. Das hat mich oft vom Notieren abgehalten. Die Vorteile von digitalen Notizen sind aber, dass man sie leicht sichern und kopieren kann. Jeder hat da seine Vorlieben, für den einen stimmt dies für den anderen das. Ich liebe mein Moleskine-Notizbuch, ein anderer seinen PDA. Hauptsache: Das Hilfsmittel ist schnell verfügbar und man liebt es, es zu benutzen!
- Verfügbarkeit: Man muss immer die Möglichkeit haben, etwas zu notieren. Also auch im Zug, beim Essen, im Bett, auf dem Liegestuhl, im Theater, wenn man mal kurz die Post oder nur mal um die Ecke ein Brot holt usw. Ideen und Gedanken kündigen sich leider nicht an. Deshalb ist es so wichtig, immer etwas zum Notieren dabei zu haben. Die analogen Fans haben es da einfach: Die legen einfach überall in der Wohnung, wo sie sich aufhalten, einen kleinen Notizblock und einen Bleistift hin.
- Benutzen: Das Ganze nützt gar nichts, wenn man das Tool nicht regelmässig benutzt. Wichtig ist, dass man es sofort notiert, wenn einem etwas einfällt. Nicht gleich und schon gar nicht später, sondern sofort. Sonst ist der Gedanke wieder weg und damit verloren. Mit der Zeit macht man das ganz automatisch: Wenn mir etwas einfällt, greife ich reflexartig nach etwas zu schreiben. Wenn dann mal nichts da ist (was selten vorkommt), dann fühle ich mich verloren.
- Umfang: Es gibt Leute, die empfehlen, pro Seite einen Gedanken hin zu schreiben. Das ist je nach Tool etwas verschwenderisch. Ich notiere meist mehrere Sachen pro Blatt/Seite, aber versuche doch, viel Platz zu lassen und gross zu schreiben. Wer weiss: Vielleicht fällt mir plötzlich noch was dazu ein. Mehr als drei bis vier Stichworte kommen auch bei mir nie auf ein Papier.
- Ordnen: Mit dem reinen Notieren hat man noch nicht viel gewonnen. Man muss die Ideen auch organisieren oder – noch besser – einen konkreten nächsten Schritt planen. Wenn ihr eines Eingangskorb benutzt, dann kommen die Notizen – oder auch der ganze PDA – in den Eingangskorb. Wichtig ist auf alle Fälle, dass ihr die Notizen so zeitnahe zum Notieren wie möglich durch geht. Also mindestens einmal pro Tag, möglichst mehrmals. Notieren kann man sich nämlich immer nur ein Stichwort oder einen kurzen Satz. Alles was dahinter steckt, steht nicht auf dem Zettel. Um diese Hintergründe nicht zu verlieren, ist es wichtig, die Notizen möglichst bald weiter zu verarbeiten. Wie man die verarbeitet, ist abhängig von der Information. Hier ein paar Beispiele: Eine schnell notierte Telefonnummer kommt direkt in das Adressbuch; eine Idee kommt in die Ideensammlung (bei mir ein simples Dokument auf dem Computer); etwas zum Einkaufen kommt auf die Einkaufsliste; eine Aufgabe oder ein geplanter Anruf kommt auf die entsprechende ToDo-Liste. Ich denke, ihr seht den Punkt.
Bald ist das Anti-Zeitmanagement da. Bleiben Sie jetzt auf dem Laufenden. Tragen Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse hier unten ein, und Sie erhalten bis zum Start etwa alle 2 Wochen eine E-Mail mit den wichtigsten Infos:
Diesen Artikel weiterempfehlen:
Unterstützen Sie jetzt blatternet.de und empfehlen Sie diesen Artikel mit nach einem Klick weiter.
...oder besuchen Sie meine Seite auf Facebook und klicken Sie dort auf "Gefällt mir":
blatternet auf Facebook
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
