
Mit der Miniserie zu Weihnachten möchte ich versuchen aufzuzeigen, dass Weihnachten mehr ist als Kommerzstress, Geschenkdruck oder frommes Ich-Liebe-Euch-Alle. Als gläubiger Christ hat man es leicht, denn man kann sich auf Weihnachten als Geburtszeit Jesu vorbereiten. Doch ich glaube, dass jeder Mensch – ob gläubig oder nicht – die Weihnachtszeit nutzen kann, sich näher zu kommen, das Jahr abzuschliessen und einen Schritt aus dem Alltag heraus zu machen. Deshalb sind alle drei Freitage bis Weihnachten diesem Thema gewidmet.
In zwei Tagen feiern wir bereits den zweiten Advent, die Kerzen brennen schon, der Sonntagsverkauf geht los und die Leute sind kurz vor dem Durchdrehen vor lauter Geschenke kaufen und Marathonshoppen. Willkommen in der Adventszeit! Es geht aber auch anders.
Advent kommt vom lateinischen “advenire” und heisst “ankommen” oder “Ankunft”. Christen bereiten sich auf die Ankunft Jesu vor, was ein sehr bedeutendes Ereignis war. Denn Gott ist Mensch geworden und hat gelebt wie Du und ich. Nun, viele Menschen haben heute mit dieser Vorstellung Mühe. Aber wenn man den Gedanken des “Ankommens” breiter anschaut, dann kann man sich jetzt auch auf die Ankunft des neuen Jahres vorbereiten. Ein altes Jahr wird abgeschlossen, ein neues Jahr kommt. Das ist oft die einzige Zeit im Jahr, wo man zurück blickt, Man wird vielleicht ein wenig sentimental oder nimmt sich ein paar Vorsätze fürs neue Jahr vor (Lebensdauer: 5 Tage :-) ). Das ist auch gut so, aber man könnte durchaus öfters im Jahr zurück blicken, um zu sehen, ob man noch auf Kurs ist.
Das Jahresende bietet sich halt einfach an, weil man mit einem Jahr abschliesst und ein neues Jahr beginnt. Hier ein paar Ideen, wie und auf was man Ende des Jahres zurück blicken kann:
- Jahresziele: Falls man sich Ziele gesetzt hat: Hat man die auch erreicht? Falls nicht, warum nicht?
- Erfolge: Was ist im letzten Jahr gut gelaufen? Wo war ich erfolgreich? Weshalb? Zufall? Glück? Oder habe ich den Erfolg verdient?
- Misserfolge/Fehler: Was lief schief? Was lerne ich daraus für die Zukunft? Wichtig: Es geht hier nicht darum, Schuld zu zu weisen, sondern aus Misserfolgen und Fehlern zu lernen. Warum etwas nicht geklappt hat, ist nur insofern wichtig, dass man den selben Fehler nicht nochmals begeht.
- Richtung: Hat mein Leben eine andere Richtung eingeschlagen als erwartet? Ist das OK für mich und will ich in diese Richtung weitergehen? Oder will ich wieder eine andere Richtung einschlagen?
- Gefühl: Was für Gefühle habe ich, wenn ich auf das Jahr zurück blicke? Bin ich traurig? Sentimental? Wütend? Fröhlich? Glücklich? Indifferent? Weshalb fühle ich so?
- Zukunft: Was will ich nächstes Jahr anders machen? Was sind meine Ziele für kommendes Jahr?
Ein Rückblick ist genau so wichtig wie sich Ziele setzen. Einen Rückblick kann man aber nicht nur gegen Ende des Jahres machen, sondern man kann täglich auf seinen Tag zurück blicken und ihn einordnen. Viele Menschen machen dies, wenn sie Tagebuch schreiben. Am Jahresende kann man wieder mal eine eine Art Auslegeordnung vornehmen. Ich halte das für sehr wichtig. Deshalb werde ich am kommenden Donnerstag zurück blicken und eine persönlichen Jahresrückblick schreiben. Eine Woche später werde ich dann nach vorne blicken und mir überlegen, was das nächste Jahr bringen soll. Da das hier kein Tagebuch ist, sondern ein Blog für alle, werde ich natürlich auch in diesen persönlich gefärbten Beiträgen versuchen, Tipps und Hinwese für jeden zu geben. Ich bin gespannt!
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