Vor einiger Zeit hat mir Herr Büttner von der X17 GmbH freundlicherweise ein Exemplar vom X17, einem ringbuch-ähnlichen Organizer auf Papier, zum Testen geschickt. Auch an dieser Stelle herzlichen Dank dafür!
Der X17 ist ein System aus einzelnen Heften, die durch einen besonderene Umschlag zusammen gehalten werden. Der Clou: die Hefte sind nicht an den Umschlag geleimt oder gar mit einer Ringbuchmechanik festgehalten (wie etwa beim Filofax), sondern werden mit Gummibändern am Rücken am Einband gehalten. Deshalb wird auch mit dem Spruch “Das einzig richtige Ringbuch” geworben. Dieses System hat entscheidende Vorteile:
- Der X17 braucht weniger Platz:
Sie kennen das: der Filofax braucht immer gleich viel Platz, egal wie viele Einlagen Sie nutzen. Anders beim X17. Der ist genau so dick, wie auch Einlagen benutzt werden. - Das Schreiben ist viel einfacher, denn es stört keine Ringmechanik. Ausserdem bietet der X17 aus dem selben Grund auch mehr Platz zum Schreiben.
- Das Schöne: Je nach Gelegenheit kann ich so das eine oder andere Einlageheft herausnehmen. So brauche ich im Urlaub vielleicht nur meine Monatskalender und mein Notizbuch, der Rest kann getrost zu Hause bleiben.
Insgesamt gibt es den X17 in sechs verschiedenen Materialien, in verschiedenen Grössen (A7-A5) und bietet verschiedene Einlagen vom Monats-, Wochen- und Tageskalender bis zum Notizheft. Und ganz aktuell gibt es sogar einen Fussball-Terminkalender und -Detailplaner. Witzige Idee!
Mein Beurteilung:
Was genau “X17″ bedeutet, konnte ich nicht herausfinden. Doch unabhängig davon, ist der X17 anderen Organizern auf Papier zweifellos überlegen:
- Man nutzt nur die Einlagen, die man auch wirklich braucht.
- Man spart Platz.
- Es gibt keine störende Mechanik, um die Einlagen festzuhalten. Dadurch fällt das Schreiben leichter.
- Das Material fühlt sich hochwertig an. Es gibt sogar ein moleskine-ähnliches Material: Balacron. Jedes Material ist zudem in verschiedenen Farben erhältlich.
- Es macht Spaß, damit zu arbeiten.
Wer gerne mit Papier arbeitet, ist mit dem X17 sicher gut bedient.
Der X17 ist nicht nur anderen Ringbüchern überlegen, sondern meiner Meinung nach auch Terminplanern in Buchform (z.B. von Moleskine)
Trotzdem werde ich den X17 nicht in meinem Alltag gebrauchen aus einem schlichten Grund: Wenn es um Termine oder Adressen geht, sind heute in fast allen Bereichen die digitalen Mittel den analogen überlegen (ein Vergleich).
Ich habe mir mein System so eingerichtet, dass all meine Termine, Adressen und Notizen auf all meinen Geräten (immerhin 2 Computer, ein iPhone und ein iPad) immer automatisch synchron sind. Heutzutage kein Problem mehr.
Letztlich ist aber der eigene Geschmack das ausschlaggebende Moment. Und wie gesagt: Papierliebhaber werden den X17 lieben!
Hier nochmals der Link auf die Webseite zum X17: www.myx17.com
P.S.: Das X17 hat auch einen grossen Bruder, den X47.
Bald ist das Anti-Zeitmanagement da. Bleiben Sie jetzt auf dem Laufenden. Tragen Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse hier unten ein, und Sie erhalten bis zum Start etwa alle 2 Wochen eine E-Mail mit den wichtigsten Infos:
Diesen Artikel weiterempfehlen:
Unterstützen Sie jetzt blatternet.de und empfehlen Sie diesen Artikel mit nach einem Klick weiter.
...oder besuchen Sie meine Seite auf Facebook und klicken Sie dort auf "Gefällt mir":
blatternet auf Facebook
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!



Wirklich ein interessanter Artikel.
Habe mir das Ringbuch gleich nochmal etwas näher angeschaut und muss sagen es wäre schon ein gute Alternative vor allem, da es garnicht so teuer ist, wie ich gedacht habe. Dennoch bleibt wohl abzuwarten, ob beim täglichen Gebrauch die Gummibändern nicht störend wirken.
Danke für den Kommentar!
Die Gummibändern stören (zumindest mich!) praktisch gar nicht. Sie stören in jedem Fall bedeutend weniger als eine sonstige, “übliche” Ringbuchmechanik.
Wie sich der X17 langfristig resp. über ein ganzes Jahr bewährt, kann ich leider nicht sagen, da ich ihn noch nicht so lange habe. Sprich: Ich weiss nicht, wie sehr die Gummibänder mit der Zeit nachlassen. Ich vermute aber nur das Beste! :-)
Hallo Ivan,
ein Test über den “grossen Bruder”, den X47, findet sich bei mir:
http://www.erfolgreiche-selbstorganisation.de/tag/x47
Viele Grüße aus dem Schwabenland
Peter Arndt
@Peter: Das nenne ich einen ausführlichen Test!
Danke für den Reminder, ich habe den Test “damals” gelesen, aber hatte ihn nicht mehr präsent.
Hallo,
ich nutze auch ein X17. Das einzige, was ich vermissen, sind die Lesebändchen. Besonders für den Kalender.
Ich mag auch sehr, wie der Kalender eingeteilt ist, denn da ist auch genügend Platz für die Notizen.
Liebe Grüße
Veronika
Das ist wahr! Ist mir gar nicht aufgefallen. Ich werde es an Herrn Büttner weiter leiten, vielleicht nimmt er es ja auf.
Veronika,
Sie könnten Produktentwickler bei X17 werden! Sie haben vollkommen recht. Und die Verbesserung mit einem Buchband ist auch schon geplant und kommt in diesem Jahr raus.
Das Buchband wird flexibel mit einem kleinen flachen Stück oben hiter die Hefte und vor den Rücken fixiert, sodaß man jeden X17 damit nachrüsten kann.
Erscheinungstermin herbst. Ich werde im X17-Newsletter darüber berichten.
Das sind tolle Neugikeiten. Darauf freue ich mich schon. Im Moment helfen auch Haftmarker ;-)
Coole Sache, da ich eh immer unter Platzmangel leide.
Genau! Zumal es ja den X17 von A7 bis A5 gibt.
Gute Zusammenfassung!
Falls es jemanden interessiert, auf meiner Seite ist ein ausführlicher X47-A5-Test: http://www.orga-dich.de/der-grose-zeitplanbuch-test/der-grose-zeitplanbuch-test-x47-a5/
Lg,
Mirko
Guter Test, auch sehr ausführlich. Danke für den Link!
Neben dem Lesebändchen vermisse ich beim X17 (ich habe mir vor ein paar Jahren mal einen gekauft, aber nicht wirklich benutzt) im Vergleich zum X47 (davon habe ich allerdings nie einen besessen) vor allem einen Stifthalter. Dieses Manko hat der X17 zwar mit vielen anderen Kalendern gemein, aber es ist trotzdem für mich ein großes.
Beim Layout gehen X17 und X47 m.E. zwar ein gutes Stück in die richtige Richtung, indem sie die konventionelle Zeitskala, die die meisten Kalender hierzulande komplett dominiert, zurückdrängen, aber für meinen Geschmack könnten sie damit durchaus noch etwas weiter gehen.
Vor einigen Jahren habe ich auch auf elektronische Timer umgestellt. Zuerst in Outlook 2003, dann irgend ein Standalone-Freeware-Timer, dann das Kalender-Addon bei Thunderbird, dann Google-Kalender (weil ich zu Hause nie die Daten vom Büro hatte und umgekehrt). Dann versuchte ich es mit einem HTC-Touch Phone – aber da kam ich weder mit der Planungseingabe noch mit der Synchronisation klar. Nun kehre ich zurück zu Papier und habe mir ein X17 A6 bestellt. Mit GTD-Buch, das ich zurzeit am Lesen bin hoffe ich, die richtige Anwendung (und Abgrenzung gegenüber “Nichttermin-Einträgen”) für meine Termine zu finden. Mit dem X17 erhoffe ich mir die ständige Verfügbarkeit von Terminen und Listen (inkl. Ideen-Marathon) zu haben.
Ganz ehrlich? Eigentlich wäre ich auch der “Papier-Typ”. Meine persönliche Meinung ist: Auf Papier kann man schneller etwas notieren (besonders Termine) als auf allen elektronischen Mitteln.
Trotzdem arbeite ich digital: Ganz einfach wegen der leichten Synchronisations- und Backupmöglichkeiten. Und da ich mein iPhone immer dabei habe (hatte…), habe ich automatisch immer Zugriff auf meine Termine.
Das letzte Argument hat sich zwar etwas abgeschwächt, seit mein iPhone kaputt ist, ich ein altes Handy aus dem Keller ausgegraben habe und einen iPod touch nutze. Der ist nicht immer dabei. Aber das ist eine andere Geschichte.